Historische Häfen am nördlichen Mittelmeerufer

Mittwoch 13. Februar 2013 von TexterIn

Wer das Mittelmeer aufgrund seiner kulturellen, historischen Schätze bereisen will, hat auf einer Kreuzfahrt die Möglichkeit, viele historisch bedeutende Häfen anzulaufen. Da wäre zum Beispiel Genua in Italien, Barcelona in Spanien, Dubrovnik in Kroatien, Piräus in Griechenland, Valletta auf Malta, oder Marseille in Frankreich. In diesem Artikel möchten wir das ein bisschen mit Fakten untermauern, und jeden Zweifel an der historischen Bedeutung einiger Häfen ausräumen.

Das Mittelmeer – beliebte Ferienregion mit langer Küste

Obwohl sich auch der Atlantik über eine beeindruckende Küstenlänge an den Kontinent Europa schmiegt, gelten im Allgemeinen doch eher das Mittelmeer sowie die Nord- und Ostsee als die tatsächlich europäische Meere, da sie nahezu komplett von Ländern des „alten Kontinents“ umschlossen werden, und auch große wirtschaftliche wie kulturelle Bedeutung für ihre Anrainer besitzen. Besonders das Mittelmeer, von den Römern seinerzeit vielsagend „mare nostrum“ (Unser Meer) genannt, wirkt auf Karten fast wie ein großer Binnensee, der lediglich durch die schmale Straße von Gibraltar im Westen sowie das Marmarameer und den Bosporus im Osten mit dem Atlantik respektive dem Schwarzen Meer verbunden ist. Durch ihre langen Küsten und Strände haben sich fast alle Anlieger des Mittelmeers im Laufe der Zeit zu bedeutenden Ferienregionen entwickelt, auch als Ziel einer Kreuzfahrt werden die Häfen zwischen der portugiesischen Algarve und Zypern schon seit langem regelmäßig angesteuert.

Zu den beliebtesten maritimen Mittelmeerzielen und Ankerplätzen im westlichen mediterranen Raum gehören ganz sicherlich alle spanischen und italienischen Häfen und Anlegestellen, so werden dort oftmals Städte wie Almeria, Malaga, Venedig, Genua, Savona, Barcelona und Chivitavecca (Rom) sowie das französische Marseille im Rahmen einer Urlaubsfahrt miteinander verbunden. Auch der balearische Archipel mit Mallorca, Ibiza und Menorca, der Toskanische Archipel mit den weltberühmten Inseln Elba und Montecristo sowie Korsika, Sardinien, Malta mit seiner Schwesterinsel Gozo und Sizilien sowie die Liparischen Inseln werden häufig klassischer Weise im Rahmen von Mittelmeer-Touren angesteuert. Weiter in Richtung Osten sind es vor allem die kroatische Adria mit so klangvollen Namen von Hafenstädten wie zum Beispiel Triest, Rijeka, Split und Dubrovnik, welche man meist in einer Tagestour erkunden kann. Die fast nicht zu zählenden Inseln dort, wie auch diejenigen der griechischen Halbinsel geben eine fantastische Kulisse für eine Kreuzfahrt auf den Spuren der Antike bis nach Athen ab.

Genua – eine strategisch perfekte Ausgangslage

Der Hafen der italienischen Stadt Genua gehört auch heute zu den größten und aktivsten Seehäfen am Mittelmeer, außerdem ist er flächenmäßig und auch von den Umschlagszahlen her der größte Hafen in Italien. Kein Wunder, liegt er doch in der am stärksten industrialisierten Region in Italien in Ligurien. Doch nun ein Blick in die Vergangenheit: Ein griechischer Friedhof aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. lässt keinen Zweifel daran, dass Genua schon äußerst früh als Seehafen diente. Das bot sich auch an, da Genua einen optimalen natürlichen Hafen besitzt. Genua mauserte sich zur starken Seemacht und unterstützte 1097 und 1104 die Kreuzfahrer. Durch Kolonien und Außenhandelsposten gelangte die damalige Republik zu immer mehr Macht, die im 12. und 13. Jahrhundert ihren Höhepunkt fand. Christoph Kolumbus stand zwar in spanischen Diensten, kam aber aus Genua!

Piräus – der Hafen von Athen

Im Gegensatz zum Warenumschlagplatz Genua hat Piräus den größten Passagierhafen Europas und den drittgrößten der Welt. Schon knapp 500 Jahre vor Christus wurde Piräus von Themistokles zum Hafen von Athen erklärt. Um einen sicheren Weg zwischen Athen und Piräus zu schaffen, lies er die „Langen Mauern“ bauen, die 456 vor Christus unter der Herrschaft von Perikles vollendet wurden. Kreuzfahrtgäste, die in Piräus an Land gehen, besuchen natürlich die griechische Hauptstadt Athen, über dessen historische Bedeutung man kaum streiten muss. Athen gehört schließlich zu den bedeutendsten historischen Städten der Welt und wurde schon vor zirka 5000 Jahren besiedelt. Im Rahmen einer Kreuzfahrt kann man also tatsächlich einige historisch bedeutende Häfen anlaufen. Seereisen durch das Mittelmeer sind dazu noch so günstig wie nie, und wer die Augen offen hält kann sicher ein Kreuzfahrtschnäppchen mit diesen Häfen im Programm ergattern.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 13. Februar 2013 um 09:50:25 und abgelegt unter Reisen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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